Zweck

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Zweck

Hauptzweck des EZAF ist die Erforschung des Antiziganismus in ganz Europa sowie in all den Staaten, in denen Roma und Sinti leben. Sie richtet ihr wissenschaftliches Interesse sowohl auf die Vergangenheit wie auf die Gegenwart antiziganistischer Einstellungen und Praktiken - mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Holocaust.

EZAF fördert durch eigene Projekte und Publikationen die wissenschaftliche Aufarbeitung antiziganistischer Mentalitäten in den öffentlichen Institutionen und Organisationen (Schule, Staatsgewalt, Behörden, Politik, Medien, etc.).

EZAF ist sich der Rolle der Wissenschaft bei der Diskriminierung und Verfolgung der Roma und Sinti bewusst. Daraus folgt 1. eine selbstreflexive Neuorientierung des wissenschaftlichen Denkens (im Sinne neuerer philosophischer und wissenschaftstheoretischer Erkenntnisse) wie aber auch 2. eine größenmäßig ausgeglichene Vertretung der Roma und Sinti in den Organen des Vereins. EZAF sucht darüber hinaus das Einvernehmen mit der Bildungsverein der Roma zu Hamburg.

Das EZAF soll an die Hamburger Universität als ein sog. An-Institut angegliedert werden, um eine möglichst enge Kooperation zwischen den verfassten Wissenschaften und dem Zentrum zu erreichen. Die Kooperation mit europäischen und außereuropäischen wissenschaftlichen Instituten und universitären Einrichtungen soll angebahnt und ausgebaut werden.
Aufgabe des Zentrums ist es, mit dem begrifflichen Instrumentarium der wissenschaftlichen Analyse die Problematik des Antiziganismus im öffentlichen Diskurs an die Mehrheitsbevölkerung heranzutragen. Auf weite Sicht soll eine Online Universität betrieben werden.

Die auf der Basis empirischer Beobachtung und wissenschaftlicher Analyse erworbenen Erkenntnisse über die Verbreitung und die Intensität antiziganistischer Einstellungen sollen in einer Datensammlung dokumentiert und damit einer weiteren Öffentlichkeit und Studierenden verfügbar gehalten werden.

Das Zentrum setzt sich zur Aufgabe, alle Akteure, die auf dem Feld der wissenschaftlichen Bearbeitung und der politischen Bekämpfung des Antiziganismus arbeiten, kooperativ zu vernetzen und damit zu stärken.

EZAF erarbeitet darüber hinaus praktische Formen zur aufklärenden Bekämpfung des Antiziganismus und zur Verhinderung der Diskriminierung von Minderheiten.
Zur Verfolgung - und Vernichtungsgeschichte des Nationalismus und des Antiziganismus soll ein Archiv angelegt werden.